Kaffee -genaugenommen Koffein- ist ein natürliches Nervengift. Koffein zählt wie auch Nikotin zu der Stoffgruppe der Alkaloide, die beim Übertritt ins Blut schon in geringen Dosen auf das Nervensystem wirken.
Nach rascher Aufnahme wird die höchste Blutkonzentration von Coffein nach 30-60 Minuten erreicht. Ab einem halben Liter Kaffee – das entspricht etwa vier Tassen – können bereits leichte Vergiftungserscheinungen verbunden mit Unruhe, Schlaflosigkeit und Herzklopfen auftreten. Außerdem kommt es bei einem überhöhten Kaffeegenuß (v.a. ungefilterter) zu einer Cholesterinerhöhung durch Kaffeeöle.
Kaffee ist kein Flüssigkeitsräuber
Die häufige Behauptung, dass Kaffee dem Körper Wasser entzieht, beruht auf der Fehlinterpretation einer Studie. Koffein hat zwar einen harntreibenden Effekt, doch der ist nur vorübergehend. Wird Kaffee regelmäßig in konstanter Menge konsumiert, so kommt es zu keinem erhöhten Wasserbedarf- da der Körper in der Lage ist, dies zu kompensieren.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt jedoch, Kaffee wegen seiner anregenden Wirkung auf Herz und Kreislauf nicht zum Durstlöschen zu trinken (s.o.).
Fazit: Alles halb so wild. Vier Tassen am Tag sind okay.
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