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Was ist Muskelkater?

Nicht eine Anhäufung von sauren Stoffwechselprodukten -wie Laktat (= Milchsäure)- im Muskelgewebe ist für den Muskelkater verantwortlich. Zwar ist die Laktatansammlung in der Muskulatur nach ungewöhnliche intensiver Belastung oft sehr groß, aber sie verschwindet spätestens eine Stunde nach der Belastung vollständig aus dem Muskel und dem zirkulierenden Blut. Laktat führt auch nicht zu einer Schädigung intrazellulärer Strukturen, wie z.B. der Mitochondrien.

Der Entstehung des Muskelkaters liegt eine Mikrotraumatisierung (winzige Verletzungen) v.a. des muskulären Bindegewebes zugrunde. Durch die lokale Überbeanspruchung des Muskels (v.a. exzentrische Kontraktionen) kommt es zu Veränderungen muskulärer Strukturen. Durch feine Risse in den Muskelfasern kann sich Wasser in die Fasern einlagern, was dort schließlich zu einer vermehrten Ansammlung von Wasser führt. Die Muskelfaser schwillt infolgedessen an und es entsteht ein Dehnungsschmerz.
Durch Training werden die Bindegewebsstrukturen gekräftigt und sind besser auf mechanische Zugbelastung vorbereitet.
Der oft gehörte Ratschlag “Training bringt nur etwas, wenn man danach Muskelkater hat” ist genauso abwegig wie eine übertriebene Angst davor.
Es gibt bislang keinen Hinweis dafür, dass wiederholter Muskelkater nachhaltig den Bewegungsapparat schädigt. In der Regel heilt er komplett aus.
Was tun, wenn man ihn schon hat?
Leichte Gymnastik. Sauna und heiße Bäder, die aufgrund der verbesserten Durchblutung den Heilungsprozeß fördern. Keine Massagen, Schaden wird dadurch sogar noch vergrößert. Auch durch größere Alkoholmengen wird der Regenerationsprozess verzögert .

Quelle: J. Weineck, Sportbiologie

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