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Fatburner

Enzyme von Ananas, Papaya, Mango etc. werden oftmals als so genannte Fatburner bezeichnet. Sie können Eiweiß spalten und möglicherweise die Eiweißverdauung im Dünndarm unterstützen. Aber auch anderen Lebensmittelinhaltstoffen werden wundersame Fettverbrennungs-Wirkungen zugeschrieben. Was ist dran?

  • Ein Wirkung auf die Fettverbrennung und das Körpergewicht ist nicht zu erwarten und unbewiesen.
  • Carnitin, ein Eiweißstoff, der Fettsäuren zur Verbrennung in die Mitochondrien transportiert führt beim Menschen zu keiner Gewichstabnahme.
  • Das Spurenelement Chrom ist an der Freisetzung von Insulin und der Verwertung von Glukose im Körper beteiligt. Ein Nutzen für die Gewichtssenkung ist unbewiesen.
  • Bitterstoffe aus Artischocken, Chicorée und Löwenzahn sollen die Verdauung und Fettverbrennung anregen. In Wirklichkeit fördern sie die Bereitstellung von Gallensäuren und erleichtern damit die Fettverdauung. Eine Wirkung auf das Körpergewicht ist dabei nicht zu erwarten.
  • Auch für die angeblichen Fatburner Pyruvat, Cholin, Taurin, Magnesium, Calcium, Algen, Vitamin C, Kaffee und Wachstumshormone sind keine gewichtssenkenden Wirkungen belegt.
  • MCT-Fette (Medium Chain Triglyceride, Mittelkettige Fettsäuren mit 6-10 C-Atomen) sind als diätetische Lebensmittel in bestimmten Fällen anerkannt, zu einer dauerhaften Gewichtsabnahme nicht geeignet.

Bei genauer Betrachtung entpuppen sich die Empfehlungen einiger “Fatburner-Diäten” als Ratgeber für eine fettarme, energiereduzierte Mischkost, wie sie auch die DGE zur Gewichtsreduktion empfiehlt. Kleine Mogelpackung also.

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